Comic-Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum widmet sich den Digedags
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Comic-Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum widmet sich den Digedags

(17.02.2012)
 

Sie waren die Helden unzähliger Kinder und Jugendlicher in der ehemaligen DDR: die Digedags, Hannes Hegens Comic-Figuren aus der Zeitschrift „Mosaik“. Nach zwei kleineren Foyerausstellungen zum Thema widmet das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig dem Comic nun seine aktuelle Wechselausstellung.

Noch heute beliebt bei Jung und Alt

In den Jahren 1955 bis 1975 verschlangen Monat für Monat Hunderttausende Leser die Abenteuer von Dig, Dag und Digedag. Insgesamt 223 Mosaik-Hefte erschienen in dieser Zeit mit einer Auflage von bis zu 660 000 Exemplaren. Und noch heute, lange nachdem die drei Figuren durch die „Abrafaxe“ ersetzt wurden, erfreuen sich die Geschichten der Original-Helden großer Beliebtheit.

Anspruchsvolle Unterhaltung

Ein Grund ist sicherlich die anspruchsvolle Unterhaltung, die die Comics boten. Dig, Dag und Digedag entführten ihre Leser aus der Enge der SED-Diktatur hinaus in die Welt. Sie reisten mit Piraten in die Südsee, erlebten die Römerzeit, eroberten den Weltraum, begegneten berühmten Erfindern und begleiteten „Ritter Runkel von Rübenstein“ auf seiner Schatzsuche. Dabei vermittelten die „Digedags“ historisches, geografisches sowie naturwissenschaftlich-technisches Wissen.

Ausstellung zeigt bisher unveröffentlichtes Material

Die neue Ausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums, Grimmaische Straße 6, widmet sich sowohl den legendären Bildgeschichten als auch der Entstehung des „Mosaik“ und den politischen Rahmenbedingungen. Auch Grafiker und Karikaturist Hannes Hegen (Johannes Hegenbarth) selbst wird in den Blick genommen. Zu sehen sind rund 250 bisher unveröffentlichte Originalzeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle aus dem Archiv, das „Digedags“-Erfinder Hegenbarth 2009 der
Stiftung Haus der Geschichte übergab. Audiovisuelle Medien laden zu vertiefender Information ein, interaktive Elemente bieten unterhaltsame Überraschungen. Die Ausstellung ist bis zum 13. Mai geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:

 
 
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Plakatmotiv mit den drei Digedags
lupe

Ausstellungsplakat. Grafik: Jahndesign Thomas Jahn


Entwurfszeichnung der Digedags
lupe

Entwurfszeichnung von Johannes Hegenbarth für die drei kleinen Helden des Mosaik (1955). Repro: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland


 
 

deli.cio.us Mister Wong

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